Die Lyrics zu meinen Platten…

erstes Soloalbum Uhr vs. Zeit
Friedemann Album Wer hören will muss schweigen

Uhr vs. Zeit

Ein Lied aus Stille

Ich mach ein Lied aus Stille
Und aus Septemberlicht
Das Schweigen einer Grille
Geht ein in mein Gedicht

Der See und die Libelle
Das Vogelbeerenrot
Die Arbeit einer Quelle.
Der Herbstgeruch von Brot

Der Bäume Tod und Träne
Der schwarze Rabenschrei
Der Orgelflug der Schwäne
Was es auch immer sei

Das über uns die Räume
Aufreißt und riesig macht
Und fällt in unsre Träume
In einer finstren Nacht

Ich mach ein Lied aus Stille
Ich mach ein Lied aus Licht
So geh ich in den Winter
Und so vergeh ich nicht
(Text: Eva Strittmatter  / Vor dem Winter)

Vogel

Flog ein Vogel noch vor Jahren über grünen Wald und Flur
Teilte Luft mit seinen Flügeln und ich sah ihm zu
Sah ein Bild das bald verblasste hab’s geahnt und hielt es fest
Wie gesegnet wir doch waren haben wir das nie bemerkt

Auf dem Meer da schwamm ein Boot durch das Wasser hell und klar
Einen Schwan konnte ich sehen friedlich zog er seine Bahn
Sah ihm zu und spürte Frieden Ruhe und Geborgenheit
Hat das niemand sonst erlebt in der alten Zeit

Oben auf den höchsten Bergen stand ich und sah auf die Welt
Diese Vielfalt allen Lebens voller Ehrfurcht stand ich still
Sah die Erde vor dem Sterben hab’s geahnt und rausgeschrien
Wie gesegnet wir doch waren hat das außer mir niemand sonst gesehen

Hielt mein Mädchen in den Armen wiegte sie in einen Schlaf
Ich erzählte von dem Leben als es noch ein Leben war
Von der  Erde von den Vögeln von der Sonne und dem Wind
Nur Geschichten sind geblieben denn die Menschen waren blind
Nur Geschichten werden bleiben denn die Menschen sie sind blind

Nichts können

Nichts können alles machen und über all die kleinen Scheißer lachen
Ich hab mir immer das Recht raus genommen
Tausend Sachen auf einmal  begonnen
Was Glück versprach wurde einfach probiert
Ohne Abschluss und völlig unstudiert
Hab Texte geschrieben Schlagzeug gespielt
Kinder in die Welt gesetzt und einfach geliebt
Häuser gebaut und Kartoffeln gepflanzt
Rock N Roll gespielt und ziemlich schräg getanzt

Nichts können alles machen

Unbefugtes Handeln  hat mich ziemlich erheitert
Und so hab ich mein Spektrum einfach erweitert
Hab alle Türen aufgestoßen an denen stand
Für Unbefugte betreten verboten
Begann zu singen Gitarre zu spielen
Gedichte zu verfassen und zu tätowieren
Fliesen zu brennen Öfen zu mauern
Vieles ging daneben ich hab nichts zu bedauern

Nichts können alles machen und über all die kleinen Scheißer lachen

Daneben

Ich pass  hier nirgendwo so richtig rein
Steh meistens am Rand oder draußen
Sollte das mein Schicksal sein
Dann seh ich ihm lachend entgegen

Ich glaube nicht das es schaden kann
Sich jenseits von allem zu bewegen
Fühl mich gut und auch ziemlich frei
Denn der Ruf ist lange ruiniert

Ich gehöre nicht richtig dazu
Bin immer ne Nuance zu schief
Wenn das der große Plan sein soll
Ok dann nehme ich ihn an

Ich hab mich immer schon gefragt
Ob geradeaus nicht n bisschen zu glatt ist
Ne eigne kleine Bande zu gründen fänd ich spannend und auch irgendwie schön

Ich habe dich hier draußen getroffen
Auch dich lassen sie hier nicht rein
Wir probiern jetzt mal ob wir vielleicht passen
Mit unserem Anderssein

Du spürst das könnte wirklich was werden und du nimmst mich mit zu dir
Ich spür das könnte wirklich was werden und ich nehme dich mit zu mir

Wir gehören nicht richtig dazu
Stehen meistens am Rand oder draußen
Sollte das unser Schicksal sein
Dann sehen wir ihm lachend entgegen
Dann gehen wir ihm lachend entgegen

Nackenbrecher

Immer das Selbe gefangen im Rad
Das sich täglich und gleichmäßig dreht
Der Tag beginnt und der Tag geht zu Ende
Dazwischen so wenig das dich bewegt
Langeweile bricht dir dein Genick
Der Lauf der Dinge bricht dir dein Genick

Doch wenn du nicht denkst und wenn du nichts suchst
Dann ist der Sound deines Lebens der Nackenbrecherblues

Den Helden folgen bis in den Tod
Kaufen ist Gott und Gier ist gut
Auf die Fragen deiner Jugend nie die Antwort gekriegt
Aus Protest wurde Gleichschritt und der bricht dir dein Genick
Mauern und Wände brechen dein Genick
So ein Leben nach Maß willst du nicht

Doch wen du nicht denkst und wenn du nichts suchst
Dann ist der Sound deines Lebens der Nackenbrecherblues

Conny

Verschieden Leben auf anderen Wegen
Dem Ziel entgegen in Zweifel in Schmerz und in Glück
Abseits der Ordnung mit einem Lied auf dem Lippen
Einem großen Herzen einem Herzen voller Musik
Kommst du klar mit der Zeit frag ich mich
Ich hab manchmal Angst das ich an ihr zerbreche Und du?
So offen ohne Hinterlist das es gut ist Nur unter Wölfen schlecht

Und dann sitzen wir da am Bühnenrand
Irgendwo in einer riesigen Stadt
Schweigen und wir denken dabei
So ähnlich oder ebenso gleich
Zwischen Menschen die voll von Geschehenem sind
Wechsel wir Worte mit unserem eigenen Sinn
In einer eigenen Welt gelandet
Conny und ich zwischen den andern
Gestrandet

Dann geht eine Tür auf wir sehen uns an
Und ein Sichmögen erfüllt einen Raum
Endlich ein Ufer endlich verstehen
Endlich der Gleiche der ähnliche Traum
Und ein Darüberreden
Es ist gut dich zu kennen ein Segen
Es ist ein Segen

Freiheit

Wir sind gereist durch diese Welt jahrelang auf jeder Straße
Durch aller Herren Länder
Bis ans Ende aller Wege und dann weiter mit dem Schiff
Über den Horizont und alles Meere
Der Himmel war uns Dach über dem Kopf und der Wind war uns stets Begleiter
Wiegte uns oft in den Schlaf und der Sonne folgten  wir
Immer weiter
Weißt du noch als wir brachen mit Luxus und Laster und dem lieben Herrgott Geld
Wir zogen los mit den paar Sachen die uns wirklich glücklich machten
Zwei Könige diese Welt
Es war erhaben mit dir durch die Wolken zu brechen auf den höchsten Bergen dieser Erde
Das Gefühl reich zu sein nichts zu besitzen frei zu leben
Und frei zu sterben
Ich hab mit dir diese Welt auf den Kopf gestellt das unterste nach oben
Doch gekannt habe ich dich nie ich hab mich einfach gut belogen
Ich habe geträumt von dir hab nur geträumt

Doch von Freiheit nur zu träumen ist wie laufen gegen Wände
Es ist als fängst du Zeit mit Händen

Sklaven

Kleiner Geist führt großes Wort
wirft es in die Meute
Biete uns ein Manifest
Halt in wilder Zeit
Spielt Erlöser spielt den Weisen
Volk bemerkt nicht das er täuscht
Doch das Blendwerk stammt von Meistern
Laut und grell hat wieder überzeugt

Doch seht ihr nicht im Tageslicht die Zeichen einer Lüge
Warum nur lässt der Mensch sich gern verarschen und betrügen
Von Sklaven

Mensch in Angst brüllt Mut heraus
Spielt den harten Krieger
Und wir schauen zu ihm herauf er ist nicht wie wir
Spielt den Führer spielt den Macher
Dankbar glauben wir an ihn
Sind so froh das einer da ist
Der die Volkssehnsucht bedient

Doch seht ihr nicht im Tageslicht die Zeichen einer Lüge
Warum nur lassen wir uns gern verarschen und betrügen
Von Sklaven

Denn sie sind Sklaven die Freiheit verkaufen
Idioten die mit  Weisheiten  dealen
Schläger die Liebe vermarkten
Ungläubige die Glauben propagieren
Das sind Realos die Träume  verschachern
Lügner die auf Wahrheiten bauen
Verschwender die Konsum anprangern
Sie sind Sklaven die Freiheit verkaufen

Die euch für dumm verkaufen

Anders gedacht

Ich hab ne Sonne auf die Brust tätowiert
Und bemerkt das die echte dadurch nicht heller wird
Das hatte ich mir anders vorgestellt
Viel schöner für mich – vielleicht sollt ich mehr glauben

Ich lies mir n neues Gesicht operieren
Doch die Leute mochten mich nicht mehr als vorher
Das hatte ich mir anders vorgestellt
Freundliche – vielleicht sollt ich mehr lieben

Ich raffte alles Geld und fühlte mich
Mit vollen Taschen doch nur arm und leer
Das hatte ich mir ganz anders gedacht
Erfüllender – kann man Glück nicht erzwingen

Mit glauben-mit hoffen-mit lieben
Vielleicht

Dankeschön

Man bin ich gerast hab die Limits übertreten
Jeden Tag war ich zu schnell zu hetzig unterwegs
Nach der langen Geraden kam dann die berühmte Kurve
Das es nicht mehr weiter geht hab ich glatt übersehen

Die Jagd ist abgeblasen für mich ist sie vorbei
Das Karussell dreht weiter doch ich springe ab
Schalt fünf Gänge runter und dann nochmal drei
Bremse bis zum Stillstand und dann – flieg ich weiter

Und plötzlich war da Zeit
Ich konnte so Vieles sehen und verstehen
Ich lebe in einem Traum
Vom Müßiggang und vom süßen Leben

Für diesen harten Stop ein Dankeschön
Für diesen harten Stop ein Dank an irgendwen
Ich bin wie ihr undankbar und vermessen
Hab eure Namen und Gesichter längst vergessen

Süden

Ich habe mein Herz verloren – im Süden
Südlich der lauten der dröhnenden Welt
Hab es dort abgelegt bekam es wieder zurück
Von guten Menschen mit Liebe gefüllt
Von guten Menschen mit Hoffnung gefüllt

Ich kam vor Last erdrückt
Und ging als freier Mann
Weil ich dort Menschen traf
Die Schwere von ihr nahmen

Ich kam in Dunkelheit
Ging in ein warmes Licht
Weil ich dort Menschen traf
Die berührten mich mit Musik

Ich kam erstarrt in Angst
Und ging voll Leben fort
Die Kraft der guten Zeit
An einem guten Ort

Was

Was soll ich euch noch sagen ihr habt doch alles schon gehört
Jeder Fakt so oft benannt.
Nichts wär noch die Worte wert
Was soll ich für euch singen ihr kennt doch jedes Lied
Jeden Sound von hart bis weich.
Nichts das es nicht schon viel zu oft gibt
Was soll ich für euch tanzen ihr kennt doch jede Show
Das bisschen Rock nicht durchgestylt macht euch nicht an das ist doch so

Und so besinn ich mich zurück
Zu den Wurzeln der Musik
Spiele für mein eignes Glück
Und berausche mich daran

Was soll ich euch beschreiben ihr habt doch alles schon gesehen
Jeden Ort und jeden Traum hier ist kein Raum für Phantasie
Was soll ich euch beweisen wenn ihr doch schon Alles wisst
Wer ich bin und was ich bin ich hätte Nichts für euch das überraschend ist
Womit soll ich euch nähren ihr seid doch eh schon lange satt
Also mach ich mich jetzt klein vielleicht bewegt euch das

Geh in meine eigne Welt
Lass mich von der Rhythmik leiten
Denk nicht nach was euch gefällt
Vielleicht seh ich euch an meiner Seite

Uhr vs. Zeit

Ihr habt die Uhr ich hab die Zeit dafür
Ihr habt die Uhr und ich habe die Zeit

Habenichts bin ein Nichts
Von euern Gnaden abhängig
Gemacht aus Pflicht
Zum tun der Pflicht
Gesegnet dann mit Unvermögen

Querstellung Fehlstellung
Inakzeptabel indiskutabel
Hilft alles nichts
Hilft euch nichts
Weil ich Frieden gefunden habe

Wer hören will muss schweigen

Gejammer

Dieses Gejammer und dieses Geheule
In dieser Stadt ich hab es so satt
Dieses Genöle und dieses Beschweren
In diesem Land bringt mich um den Verstand
Und ich rufe Matze an und sage Matze
Weißt du noch im letzten Jahr
Als wir bei diesen stolzen Menschen waren
Die hatten nicht so viel luden uns ein lachten uns an
Lass uns unbedingt im nächsten Jahr nochmal mit COR nach Cuba fahren

Depressionen diese Depressionen
In dieser Stadt ich hab es so satt
Dieses Geheule und dieses Gejammer ohne Niveau
Ich hab die Schnauze voll und zieh jetzt los
Und ich rufe Janko an und sage Janko weißt du noch im letzten Jahr
Als wir zusammen auf dem Sund segeln warn
Wir haben geredet gelacht und es war schön
Lass uns unbedingt in diesem Jahr nochmal auf der Ostsee segeln gehen

Und wir sitzen in der Sonne und wir fühlen dieses Glück
Ich glaub ich bleibe hier oder wollt ihr zurück

Und ich frag meine Familie
Wisst ihr noch im letzten Jahr als unsere Freunde zu Besuch auf Rügen waren
Wir haben gesungen getanzt zu guter Musik
Im Gefühl das uns ein Königreich zu unsern Füssen liegt

Und wir tanzten
Sangen und tanzten in dieser Stadt
Weil dieses Leben es verdient hat
Und wir tanzten
Sangen und tanzten völlig befreit
Denn das Leben ist ein guter Freund

Djamila

Djamila will mehr sie braucht so viel mehr
Von euerem Leben was könnt ihr geben
Djamila will mehr sie braucht so viel mehr
Von eurer Liebe seid ihr in der Lage
Etwas zu leisten das nicht in euch ist
Etwas zu geben von dem ihr nichts wisst
Schließt die Augen denkt mit dem Herz

Djamila will mehr sie braucht so viel mehr
Von eurer Menschlichkeit seid ihr dazu bereit
Djamila will mehr sie braucht so viel mehr
Von eurem schützenden Dach denkt tief drüber nach
Etwas zu leisten von dem ihr nichts wisst
Etwas zu geben auch wenn Angst euch zerfrisst
Schließt die Augen denkt mit dem Herz

Djamila will mehr sie verdient so viel mehr
Als in eurer Mitte dankbar lächeln zu müssen
Djamila will mehr sie verdient so viel mehr
Als zu euren Füssen um Almosen zu betteln
Ihr könnt etwas leisten das tief in euch lebt
Ihr könnt etwas geben das Welten bewegt
Schließt die Augen denkt mit dem Herz

Wer hören will muss schweigen

Du rennst und rennst dein Herz schlägt hektisch
Schweiß rinnt dir in dein Gesicht
Das ist kein Sport nein du hetzt durch dein Leben
Und fragst dich manchmal ob es wirklich eins ist

Hast du vergessen wie es war du warst so einsam und alleine
Niemand war wirklich da der alles mit dir teilte
Das waren lausige Zeiten

Es dröhnt und rauscht in deinen Ohren
Niemals ist Ruhe auch nicht in der Nacht
Wie willst du fühlen wo nach du dich sehnst
Wenn du nicht Kraft hast in die Stille zu geh’n

Hast du vergessen wie es war
Es war ein lautes hartes Leiden
Denn tief in dir war klar
Wer hören will muss schweigen

Millionen Dinge beschäftigen dich
Du treibst im Fluss der Information
Alle reden auf dich ein
Schalt sie weg
Schließ deine Augen
Hör auf Geräusche die zu hören sich lohnen

Heimatlos

Ich treib so haltlos ohne Obdach für die Seele
Kein sicherer Raum für Träume in Sicht
Ein Ort der mir ein anderes Leben ermöglicht wäre schön
Seit vielen Jahren suche ich nach ihm
Bin nur ein jemand in der endlosen Reihe
Suchender Menschen auf dem ewigen Weg und
Wenn du mehr willst als die Norm dir bietet
Wirst du ihn kreuzen und ein Stück auf ihm gehen

Ich erkenn dich am Glanz deiner Augen
So klar und fern von jeder List
Doch bei all dem Strahlen seh ich auch diesen Schatten
Der über dir und deinem Leben liegt
Die Last der ewigen Suche presst ihr Mal in dein Gesicht
Reich mir die Hand lass uns ein Stück weit ziehen
In die Heimat die es nirgendwo gibt

Keine Heimat nirgendwo
Mein Leben die Suche voll Sehnsucht und Gier
Nach einer Heimat irgendwo
Schließ ich die Augen kann ich sie sehen
Keine Heimat nirgendwo
Mein Leben die Suche ein glückloses Spiel
Um eine Heimat irgendwo
Vielleicht ist der Weg doch das bessere Ziel

Unschuld

Du wirst geboren weißes Blatt Papier
Frei von Makeln ohne Hass und Gier
Das wird sich ändern sie werden dich beschmieren
Die Unschuld töten für immer ausradieren

Nimm dir was du willst nimm dir was du willst was du brauchst was du nicht brauchst
Nimm dir was du willst nimm dir was du willst was die andern wollen scheiss drauf

Du hast fest an ihre Liebe geglaubt und sie haben dir deine Unschuld geraubt

Du bist Gefangener in ihrem Lebenskreis erst bist du fremd dann bist du gleich
Dein Licht erlischt du reihst dich ein wirst selber Mörder einer jeden Unschuld sein

Nimm dir was du willst nimm dir was du willst was du brauchst was du nicht brauchst
Nimm dir was du willst nimm dir was du willst was die andern wollen scheiss drauf

Du hast fest an ihre Liebe geglaubt und sie haben dir deine Unschuld geraubt
Sie haben fest an deine Liebe geglaubt und du hast ihnen ihre Unschuld geraubt

Möglichkeiten

Sag mir wo du bist wenn ein Ende ist
Wo ein Anfang sein sollte
Sag mir wo ich bin wenn da Tränen sind
Obwohl du lachen wolltest

War wohl wieder unterwegs auf völlig anderen Wegen
Hab wohl wieder mal verpasst über deine Träume zu reden
Los ich geh diesen Schritt zurück
Komm auf dich zu hab dich fest im Blick
Nehm von der Last deines Lebens auf
Du lachst mich an und wir pfeifen drauf

Sag mir wo du bist wenn das Leere ist
Wo Möglichkeiten sein sollten
Sag mir wo ich bin wenn da Grenzen sind
Obwohl du frei leben wolltest

War wohl wieder unterwegs auf völlig anderen Wegen
Hab wohl wieder mal verpasst über deine Träume zu reden
Los ich geh diesen Schritt zurück
Komm auf dich zu hab dich fest im Blick
Nehm von der Last deines Lebens auf
Du lachst mich an und wir singen laut

Liebe

Lieb doch wen du willst
Die die bei dir ist dich in ihren Armen hält
Lieb doch wen du willst
Den der bei dir ist dich in seinen Armen hält
Lass die Leute reden sie wissen nicht allzu viel
Davon wie das Leben geht und wie die Liebe spielt
Dass sie mehr ist als Tradition ertragen kann
Dass sie mehr ist als nur zwischen Frau und Mann

Lieb doch wen du willst
Die die bei dir ist und die deine Sehnsucht stillt
Lieb doch wen du willst
Den der bei dir ist und der deine Sehnsucht stillt
Was die Leute denken sie würden es nie verstehen
Das Liebe haltlos ist und auf eigenen Wegen geht
Sich nicht zwingen lässt in Grenzen und Korsett
Sich nicht entscheiden will für das richtige Geschlecht

Lieb doch wen du willst
Geh zu wem du willst
Schlaf mit wem du willst

Knall

Alle Tassen aus dem Schrank
Klopf klopf niemand mehr zu Haus
Nur ne Meise eingefangen
Jede Schraube mehr als lose
In der Birne nur noch Leere
Hier geht niemand mehr ein Licht auf
Geistesblitze zucken matt
Keine Latten am Zaun

Ich hab nen Knall und ich bin überall

Hallo Houston hier Problem
Kann nicht mehr bin nicht mehr an
Alles leer nur Schnauze voll
Kotz mehr als ich fressen kann
Springen im Viereck
Tanzen im Hauptstrom
Ein weißes Schaf sein
Voller Pechhormone

Reparieren
Mund auf Schlucken
Auskurieren
Neu strukturieren
Psychoanalyseterror Error Error

Ich hab nen Knall und ich bin überall

Haben und Brauchen

Hab den Morgen gehabt sah die Sonne so rot
In den Bergen stieg Nebel auf
Und das Glück neben mir und die Wärme in uns
Wohlfühlend in der eigenen Haut
Und ich wollte nicht mehr war doch alles schon hier
Kein Verlangen nach aber und könnte vielleicht
Und die Hände voll Gold und das Lachen im Herzen
Das behalte ich für immer das bleibt

Wenn du hast was du brauchst was fehlt dir

Hab den Abend gehabt das Sein nach dem Tag
Stille und Frieden zogen ein
Was ich wollte war hier ist länger geblieben
Von Erinnerung völlig frei
Und ich brauchte nicht mehr der Moment war perfekt
War König und Bauer zu gleich
Ohne Besitz doch mit Allem gesegnet das behalte ich für immer
Das bleibt
Das bleibt

Wenn du hast was du brauchst was fehlt dir

Kommt die Unruhe jemals zurück
Unvorstellbar wieder Jäger zu sein
Auf der Suche nach Glück
Oder dem was wir dafür halten
Ich wünschte ich könnte mich davon befreien

Wo bleiben wir

So viele Jahre unterwegs und immer nur durchs Feindesland
Wann haben wir uns zur Nacht gelegt ohne ein Eisen in der Hand
Wann haben wir je aus Spaß getanzt nein immer nur auf Messers Schneide
Das du noch singen kannst wir sind doch pleite

Und selbst die Kinder haben’s gelernt verraten ihre Namen nicht
Und wenn sie doch jemand erfährt machen die Supermärkte dicht
Wann haben wir je aus Spaß getanzt nein immer nur auf Messers Schneide
Das du noch singen kannst wir sind doch Pleite

Wo soll’n wir hin wo bleiben wir
Ich kann doch nur zu dir herein und du zu mir

Wird aus nem Zyniker nochmal ein Schelm wird aus nem Schwert nochmal ne Sense
Und aus so nem zerkratzten Helm saufen denn daraus noch die Gänse
Wie soll ich Heimat sagen zum Land auf das mein Schatten fällt
Und du hast schon vom Wagen die Räder abgeschlagen

* Text / Musik : Gerhard Gundermann

Paola

In der Stadt in der die Freiheit stirbt
Bist du bunt und laut Kontrast zum Grau
Gleichschritt hallt durch die Straßen
Und aus deinem Mund kommt ein Lied

Tanzen und singen und leben
Lachen und weinen und sein
Daneben daneben da draußen im Licht
Bloß niemals dazwischen und niemals dabei

Du strahlst durchbrichst die Tristesse
Fällst ohne Soldaten in Feindesland ein
Denn die Waffe bist du und dein Krieg ist der Frieden
Du kommst du bleibst da und du befreist

Und wer will kann sich dagegen wehren
Mit Kälte und Abscheu vielleicht
Du bist friedlich du selbst das ist viel mehr wert als Härte
Die Tür steht offen und ich trete ein
Doch die andern gehen weiter ohne klüger zu sein

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Wenn du an Freiheit denkst
Denk auch an die der andern denk an die der andern
Dann bist du wirklich frei
Willst du die Welt verstehen
Geh in den Spuren der andern in den Spuren der andern
Lass dich auf sie ein

Wenn du Liebe empfangen willst
Schenk die deine den andern schenk die deine den andern
Dann wirst auch du ein Geliebter sein
Wenn du gnadenlos glücklich bist
Zeig dieses Glück auch den andern den Weg zum Glück auch den andern
Lass sie Teil davon sein

Was du brauchst und was dir fehlt
Kann so oft das Selbe sein
Was du willst und was wirklich zählt
Ergibt sich wenn du teilst
Vielleicht
Sicher vielleicht

Wunder

Ein Fluss ein Berg ein blauer Himmel
Die Sonne ihr Aufgang ihr abendliches Verschwinden
Ein Lächeln ein Lachen ein freundliches Gesicht
Das Leuchten der Augen Liebe im Blick

Ein Vogel ein Schwarm treibend im Wind
Blätter ein Blatt das schwebend zur Erde sinkt
Ein Regenbogen ein beginnender Tag
Die Wolke der Mond eine sternklare Nacht

Umgeben von Wundern angestarrt von ungläubigen Menschen
Umgeben von Schönheit unsichtbar für moderne Menschen

Glück

So viele Schritte endlose Wege
Um das zu suchen was zu finden nicht lohnt
Die Rituale immer ertragen die man ertragen muss
Um gut zu sein

Ob du gehst oder bei dir bleibst
Liebst oder quälst egal
Am Ende muss Glück sein

So viele Tränen von dir gegeben
In tiefem Leid und in endloser Liebe
Auf schmalen Schultern Lasten getragen
Viel zu schwer für die Stärksten der Welt

Doch dich trägt eine Gewissheit
Alles kann werden und
Am Ende wird Glück sein