“Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden!” (Rosa Luxemburg)

By 15. September 2013Allgemein

Was mich an der aktuellen Politik am meisten stört, ist die Art wie nicht mit – sondern gegeneinander geredet wird.
Es findet keine Diskussion mit dem Ziel des Austausches von Argumenten und einer Einigung statt, sondern es wird diskutiert, um sich zu überreden.
Wer schreit lauter, wer verhöhnt den anderen besser, wer redet andere Argumente am besten kaputt.( siehe TV-Duelle, Bundestagsdebatten etc.)
Mir fehlt folgendes Szenario:
Ein Mitglied der Bundestagsfraktion der Linke (z.B.) macht einen sinnigen Vorschlag. Dieser wird parteiübergreifend gelobt, ausgearbeitet und mit allen Verbesserungen und anderen Ideen angereichert und umgesetzt.

So funktioniert für mich ideale Politik.

Eine gute Sache gemeinsam vorantreiben, nicht gegeneinander arbeiten.
Ich sehe das als den einzigen Weg, um die wahnsinnigen Probleme unserer Zeit anzugehen
(Klimapolitik, Integration, soziale Spaltung der Gesellschaft, nachhaltige Wirtschaftspolitik, Europapolitik, globales Denken und Handeln etc.), ansonsten wird es eng.
Es ist wichtig, dass sich die guten, weitsichtigen Menschen über Parteigrenzen hinweg zusammenfinden und Wege suchen.
Dazu gehört für mich zu allererst die Besinnung auf einen vernünftigen Umgang miteinander.
Zuhören. Sich einlassen. Argumentieren. Sich überzeugen lassen. Andere überzeugen.

Das wäre ein Anfang.

Und ein gutes Zeichen für die Menschen, dass sich mit Polemik und aggressiver Rhetorik keine Probleme lösen lassen, sondern nur neue erschaffen werden.
Dafür ist es wichtig einen neuen Politikstil zu kreieren, weg von Lobbyismus und Klientelpolitik hin zur Problemlösungspolitik im Sinne derer, die diese Gesellschaft hauptsächlich ausmachen, im Sinne der normalen Durchschnittsmenschen.
Keine Einzelperson, keine einzelne politische oder gesellschaftliche Kraft kann
eine Veränderung der Gesellschaft allein bewegen.
Es gehört ein Umdenken und das Engagement aller dazu, sonst werden unsere Kinder ein hartes, schmutziges Erbe antreten.

Friedemann

PS: Und so nicht!